Heute stelle ich Dir im Rahmen von „Spicy Advent“ – dem Gewürzadventskalender – das folgende Gewürz vor:

WACHOLDER

Der würzige und süß-bittere Geschmack der Wacholderbeeren lässt sich in der Küche vielseitig einsetzen.

Wacholderbeeren sind unter anderem Geschmacksträger, zum Beispiel in Schnäpsen wie Steinhäger. Das aromatische Wacholderöl dient als Essenz für Branntweine wie zum Beispiel Gin.

Das durchschmeckende und individuelle Aroma der Wacholderbeeren lässt sich gut für Sauerkraut, Marinaden, Sauerbraten und Ragouts verwenden.

Die Heilwirkung von Wacholder-Tee ist entwässernd und eignet sich besonders gut bei diversen Stoffwechselerkrankungen, bei Gicht, Rheuma und Ekzemen.

Der Geschmack der frischen Beeren ist weniger streng als der von getrockneten.

Aufgrund ihres starken Aromas solltest Du die Wacholderbeeren sparsam verwenden. Eine gute Kombination bildet Wacholder zum Beispiel auch mit Majoran oder Rosmarin.

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Wacholder aus Sicht der TCM

Die thermische Wirkung des Wacholders ist warm, die zugeordneten Organe sind Blase, Dickdarm, Magen und Nieren.

Wacholder tonisiert das Nieren- und Milz-Yang und vertreibt Feuchtigkeit, Kälte und Schmerzen. Darüber hinaus kann er auch die Menstruation verbessern.

Die getrockneten Wacholderbeeren verwendest Du am besten leicht zerdrückt (so entfaltet sich das Aroma besser) … zum Beispiel als Gewürz für Sauerkraut.

Deshalb gibt es heute von mir das Rezept für selbst gekochtes Sauerkraut. Denn so sind noch alle wertvollen Inhaltsstoffe enthalten, im Gegensatz zur gekauften Dose 😉

Frisches Sauerkraut bekommst Du in der Regel beim Metzger oder teilweise auch auf Wochenmärkten. Dort sind es meistens Stände mit fermentierten und eingelegten Lebensmitteln, wie Essiggurken & Co.

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Rezept – Sauerkraut

Zutaten

  • frisches Sauerkraut
  • Butterschmalz
  • Salz
  • Pfeffer
  • 2-3 Lorbeerblätter
  • 6-8 Wacholderbeeren
  • Kümmel
  • Sekt oder Champagner (oder Weißwein & Mineralwasser)
  • Vollrohrzucker

Zubereitung

Zuerst Butterschmalz in einem Topf schmelzen und anschließend das frische Sauerkraut darin kurz anbraten.

Anschließend mit Sekt (oder Champagner) aufgießen, ein paar zerdrückte Wacholderbeeren, 2-3 Lorbeerblätter, etwas Kümmel und Pfeffer dazu geben.

Meistens ist es empfehlenswert noch etwas Vollrohrzucker dazu zu geben. Ich habe es schon ohne probiert, aber dann fehlt etwas. Du kannst allerdings mit der Menge variieren. Ich brauche nicht viel.

Dann lässt Du alles bei kleiner Hitze vor sich hin köcheln. Dauer: ca. 25-35 Minuten, je nach Menge. Wenn Du probierst, wirst Du sehen, ob es schon weich genug ist.

Ein Tipp meiner Mutter, den ich seither auch immer anwende: Lass am Anfang eine kleine Handvoll des frischen Krauts noch draußen liegen und gebe es erst am Ende dazu. So hast Du noch ein bisschen Frische und natürlich noch mehr gesunde Enzyme im Sauerkraut. Da der Großteil allerdings mit Gewürzen gekocht und somit bekömmlich gemacht ist, kannst Du die Portion Rohkost darin auch viel besser verwerten.

Am Ende schmeckst Du das Sauerkraut noch mit Salz und ggf. nochmal etwas Vollrohrzucker ab. Dann nicht mehr lange köcheln lassen. Und wenn die Konsistenz so ist, wie Du sie gerne magst, dann ist es fertig und Du kannst es Dir schmecken lassen.

Dazu passt zum Beispiel jetzt im Winter ganz besonders gut: Leberknödel und Kartoffelbrei.

Ich esse es auch manchmal gerne nur mit Kartoffelbrei und etwas Spinat.

Eine andere vegetarische Variante anstatt Leberknödel wäre zum Beispiel ein Hirse-Rote-Bete-Puffer.