Heute stelle ich Dir im Rahmen von „Spicy Advent“ – dem Gewürzadventskalender – das folgende Gewürz vor:

THYMIAN

Bei Thymian denkt man entweder an Husten 🙂 oder an Sommer, Sonne und Urlaub am Mittelmeer! In der mediterranen Küche sind die kleinen Blättchen sehr beliebt. Nicht nur in den „Kräutern der Provence“ verleiht sein herb-würziges Aroma verschiedenen Gerichten mediterranes Flair.

Auch Gemüse, wie z.B. Tomaten, Auberginen, Kartoffeln, Oliven oder aber auch Ziegenkäse harmonieren wunderbar mit Thymian. In der Kräuterheilkunde hat Thymian eine lange Tradition und war 2006 sogar „Arzneipflanze des Jahres“.

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Thymian aus Sicht der TCM

Man nennt ihn auch den „Meister der Reinigung“. Der, der trübe Säfte mindert.

Thymian hat eine wärmende Wirkung (YANG) und hat die außergewöhnliche Fähigkeit, die Schleimhäute im gesamten Lungenraum zu klären und zu erwärmen. Dieses Gebiet beinhaltet den Rachen-, Mund- und Nasenraum, sowie die Stirnhöhlen.

Thymian

  • hilft bei Feuchtigkeit und Kälte
  • wirkt krampflösend und entschleimend
  • und stärkt die Abwehrkraft!

Sein Geschmack wirkt wärmend, bitter und scharf. Somit hast Du bei der Anwendung in der Küche den würzigen Geschmack mit der heilenden Wirkung vereint. Nicht schlecht, oder? 🙂

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Du kannst ihn zum Kochen sowohl frisch als auch getrocknet verwenden.

Eins meiner Lieblingsrezepte, in dem auch Thymian eine Rolle spielt, ist die Vitalitätsessenz und der Immunbooster N°1:

 

Rezept – Kraftbrühe

 

Gemüsekraftbrühe mit Thymian - Spic

Du kannst sie mit etwas frischer Petersilie einfach als Getränk zwischendurch zu Dir nehmen…
(Ich liebe das! Auch morgens nach dem Aufstehen zum Frühstück…)
… oder sie als Basis für Suppen, Saucen und andere Gerichte wie z.B. Currys, etc verwenden.

Frisch hält sie Dir im Kühlschrank 3-4 Tage. Oder bei winterlichen Temperaturen auch gerne auf dem Balkon oder der Terrasse. So nimmt sie Dir keinen Platz im Kühlschrank weg 😉

Zutaten

  • glückliches BIO-Suppenhuhn oder zB vom Rind: BIO Tafelspitz oder Bugblatt
  • Bund Suppengemüse
  • frische Petersilie
  • Wacholderbeeren
  • Lorbeerblätter
  • Bockshornklee
  • Salz
  • Pfeffer
  • Scheibe BIO-Zitrone
  • großes Stück Ingwer
  • Thymian
  • Kümmel
  • Senfkörner
  • Kardamomkapsel
  • für die vegetarische Variante: 1 EL Öl, um das Gemüse am Anfang kurz anzubraten

Zubereitung

Zuerst setzt Du das Fleisch in kaltem Wasser auf und bringst es zum Kochen.

In der Zwischenzeit kannst Du das Gemüse putzen und in kleine Stück schneiden.

Wenn Wasser und Fleisch beginnen zu kochen, wird sich zunächst noch Schaum oben absetzen. Diesen schöpfe bitte erst ab, bevor Du das Gemüse und alle weiteren Zutaten hinzugibst.

Dann kannst Du alles zusammen mindestens 1,5 Stunden köcheln lassen. Gerne auch 2 bis 2,5 Stunden, je nach Menge, Geschmack und Zeit.

Am Ende nimmst Du Gemüse und Fleisch heraus. Das Gemüse kannst Du entsorgen, da alle Inhaltsstoffe nun in der kostbaren Flüssigkeit sind.

Das Fleisch kannst Du über die nächsten 2-3 Tage in kleinen Portionen zu den verschiedenen Mahlzeiten verzehren. Entweder als Suppeneinlage oder als Basis für ein Gericht.

Es wird wunderbar zart und schmeckt superlecker durch all die Gewürze, die mitgekocht haben.

Ich siebe die Brühe dann immer noch durch ein Sieb inkl. Küchenpapier, so bleiben alle kleinen Gewürzreste im Papier und Du erhältst eine ganz klare Brühe.

 

Für alle Vegetarier: einfach ohne Fleisch zu einer Gemüsebrühe kochen!
Hat weniger YANG (Wärme und Energie), ist aber trotzdem eine wertvolle Essenz!